Inzwischen kennen sich die Teilnehmer untereinander, es ist ein bisschen wie bei einem Klassentreffen, wenn sie sich auf der Anlage im Brook im Sand suhlen und um den Turniersieg rangeln. Bei ihrer vierten Teilnahme holten sich die Bielefelder Handballer vom 1. SC (Tr)iebefeld erstmals den Titel. „Sonst war Platz drei für uns das höchste der Gefühle“, sagt Tobias Ehlentrup, Kapitän und Torwart der Truppe. Im Männer-Finale gegen die „Student Sunblockers“ setzte er sich mit seinen Jungs nach dramatischem Shootout mit 3:2 durch. Drei Tage Großanstrengung im Sand mit glühenden Waden – aber auch einigen Abstechern zur Theke – hatten sich gelohnt. „Naja, das Feiern war vielleicht noch ein bisschen anstrengender als das Spielen“, gestand Ehlentrup, der als Handballer für die TSG Altenhagen-Heepen aufläuft. Seine Teamkollegen sind für den TuS Möllbergen und den TuS Spenge aktiv. „Es hat Spaß gemacht, wir kommen im nächsten Jahr wieder“, verspricht er. Das werden wahrscheinlich auch die „Sierra Sombreros“ tun, die auf Platz drei von insgesamt 20 Männerteams landeten. Vierter wurden die „Lifeguards“. In beiden Halbfinals hatte im Übrigen das Shootout die Entscheidung bringen müssen. Das war auch beim Turnier der Frauen, zu dem sogar 30 Teams gemeldet waren, so. Das enge Rennen machten letztlich die „Flying Roes“ aus Köln. Sie setzten sich im Endspiel in zwei Sätzen (14:12/21:15) gegen „Rheinfall“ aus Bonn durch. „Strandgeflüster“ aus Minden wurde Dritter, Platz vier belegten die „Strandperlen“ aus Hamburg. Erst bei der Siegerehrung begann es leicht zu tröpfeln. Vorher hatten die Organisatoren richtig Glück mit dem Wetter gehabt. Das war auch schon mal anders. Turniersprecher Klaus Ruhe geriet deshalb schon fast ein wenig ins Schwärmen. „Am Samstag haben wir einen fantastischen Tag mit viel Sonne erlebt. Wir haben tolle Spiele gesehen“, sagte er. Für ihn und seine Mitstreiter neigte sich ein langes Wochenende dem Ende entgegen. Bereits am Donnerstag wurde aufgebaut, bis zum Sonntagabend hatten die Helfer noch einiges zu tun. „Wir können das Ganze nur leisten, weil wir die Arbeit auf viele Schultern verteilen. Der Förderverein engagiert sich hier sehr. Ansonsten wäre das Ganze gar nicht zu stemmen“, erklärte Stockhausen. Geleitet wurden die Spiele von zahlreichen Schiedsrichtern aus der Region, so griff zum Beispiel auch Stefan Hamsen, Trainer der Handballer der Warendorfer SU, zur Pfeife. Als es am Finaltag ans Eingemachte ging, waren die Sassenberger Teams erwartungsgemäß nicht mehr mit dabei. Das Männerteam des VfL erreichte immerhin die Finalrunde am Sonntagmorgen, schied dann aber im Viertelfinale aus. Die Sassenberger Frauen strichen bereits in der Vorrunde die Segel. Verletzungen gab es außer einen blauen Zeh bei einem Sassenberger Spieler keine.

Quelle: Westfälische Nachrichten | Autor: Christian Lehmann